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MARATEA

Unglaublich abwechslungsreich ist die Küstenlandschaft von Maratea, es gibt bis weit ins Meer ragende Felsvorsprünge, magische Buchten und kleine Landzungen, die von einem kristallklaren Meer umspült werden. Die steile und zerklüftete Küste ist von der typischen Mittelmeer – macchia bedeckt, von der besonders die Agaven mit ihren aufragenden Blüten ins Auge fallen. Das wunderschöne Panorama hat die Besucher zu jeder Zeit bezaubert. Die steilen und rauen Felsklippen in der untergehenden Sonne, malerische Sandstrände und naturbelassene Badebuchten, sanfte von üppiger Vegetation bedeckte Hügel, magische Lagunen und unzählige Karstgrotten, die in längst vergangenen Zeiten als Versteck für die sarazenischen Piraten dienten und heute, vom Meer überspült sind, laden zu faszinierenden Entdeckungsreisen ein.
Das saubere Meer, besonders ideal für Taucher, besticht durch seine reiche Artenvielfalt (Aktinien, Gorgonien, Seesterne, Spirografi) und ist Fundstätte zahlreicher antiker Überreste (Amphoren und Vasen), von denen bis heute allerdings nur ein kleiner Teil ans Tageslicht befördert worden ist.

Der Name Maratea wurde anscheinend von den griechischen Kolonisten, die sich während des „Magna Graecia“ am Golf von Policastro ansiedelten, in Andenken an die griechische Stadt Maratona geprägt. Eine andere Theorie besagt, dass Maratea von dem lateinischen “Thea Maris” (Göttin des Meeres) abstammt.

Der Ort wird von dem Berg Monte San Biagio beherrscht, auf dessen Gipfel die Statue des Erlösers aufragt, zweitgrößte nach der in Rio de Janeiro. Unterhalb der Statue, inmitten einer ursprünglichen Natur, befinden sich die Ruinen der antiken Siedlung von Castello. Auf der gegenüberliegenden Seite steht die zwischen dem 6. und 7. Jh. erbaute und später erweiterte Basilika des San Biagio, in der zahlreiche Kunstwerke zu bestaunen sind, wie die heiligen Reliquien des San Biagio in der Regia Cappella (17. Jh.), die Fresken der Madonna del Melograno (15. Jh.) oder wertvolle Marmorreliefs. Im Mai finden in der Woche zwischen dem ersten und dem zweiten Sonntag des Monats die Festlichkeiten zu Ehren des Schutzpatrons von Maratea, San Biagio, statt. Eine Silberbüste des Heiligen, welche komplett mit einem roten Tuch bedeckt ist, wird donnerstags in einer Prozession von der Basilika, wo sie normalerweise aufbewahrt wird, bis ins Dorf getragen. Höhepunkt der Prozession ist nach dem Entfernen des roten Tuchs die symbolische Übergabe der Schlüssel der Stadt durch den Bürgermeister an den Heiligen. Die Festlichkeiten dauern bis Sonntag, an dem die Büste von der Parocchialkirche in einer Prozession zurück in die Basilika transportiert wird.

Der antike Stadtkern besteht aus herrlichen Gebäuden und Monumenten von großem historischen und architektonischen Wert. Dazu gehören die vielen an Kunstschätzen reichen Kirchen. Nicht umsonst spricht man von Maratea auch als „Stadt der 44 Kirchen“.







 
 
     
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