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TORRACA
Zwischen
grünen Hügeln, wenig mehr als 420 m über dem Meeresspiegel,
liegt, hinter dem Küstenstädtchen Sapri, einer der wohl
charakteristischsten Orte des Golfs von Policastro. Torraca entstand
als Zufluchtsstätte der Küstenbewohner auf der Flucht
vor den Übergriffen der Piraten.
Das Dorf hat sich mit den Jahrhunderten um die auf einer Anhöhe
thronende Festung herum entwickelt, welche über eine aussichtsreiche
Straße, die von Sapri ins Landesinnere führt, zu erreichen
ist. Die erste Besiedlung des Ortes geht auf antike Epochen zurück,
was die aus dem 4. Jh. v. Chr. stammenden Reste der lukanischen
Grabstätten und der zahlreichen römischen Farmhäuser
bezeugen.
Der aktuelle Ort hat wohl schon im 11. Jh. existiert, als ganz
in der Nähe italo-griechische Mönche ein bedeutendes
Kloster errichteten, dessen Ruinen man heute noch an der Straße
nach Torraca sehen kann.
Während des Krieges des
Vespro zwischen Angiovinen und Aragonesen (1282-1302) war der
mittelalterliche Ort um die Burg eine der Hauptfesten der Angiovinen
im Hinterland.
Aus dem 16. Jh. stammen die Kirche des San Fantino, etwa 10
min Fußweg von Torraca entfernt, und die Kapelle der Madonna
dei Cordici, die an einem herrlichen Aussichtspunkt auf die
Bucht von Sapri liegt. Aus dem selben Jahrhundert stammen die
Mutterkirche und die Kapelle der Congrega.
Torraca wurde 1806 von den Franzosen angegriffen, die einen
großen Teil des Ortes in Schutt und Asche legten, die
Festung plünderten und viele der Bilder, Skulpturen und
anderer Kunstschätze, die sie dort fanden, fortschafften.
Im Jahr 1892 wurde hier der bekannte Maler Biagio Mercadante
geboren, seine Werke kann man heute im Rathaus besichtigen.
Der historische Ortskern ist ein Gewirr von Terrassen, Gassen,
Toren und Höfen, die dem Dorf eine antike und für
die ländliche Bevölkerung typische Atmosphäre
verleihen. Besonders wirkungsvoll ist die zentrale Piazza, die,
im Schatten eines Immergrüns gelegen, der beliebteste Treffpunkt
für jung und alt ist.

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